Gemeinschaft
DUVA wurde ursprünglich Anfang der 90er Jahre als Software zur Auswertung der Einzeldaten aus der Volkszählung 1987 etabliert und seitdem ständig weiterentwickelt. Die Gemeinschaft erstreckt sich inzwischen auf ca. 90 kommunale Statistikstellen, Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Hochschulen und Rechenzentren im gesamten Bundesgebiet.
Arbeitserleichterung
Die von DUVA entwickelten Module bieten eine integrierte Lösung für alle im Prozess des Informationsmanagements anfallenden Arbeiten an. Darunter fallen insbesondere die Erfassung, Verarbeitung und Vorhaltung von Informationen, die Recherche sowie die Auswertung und Präsentation von Informationen. In den mehr als 20 Jahren der gemeinschaftlich vorangetriebenen Entwicklung ist nicht nur ein ausgereiftes technisches Produkt entstanden, sondern auch eine vielfach vernetzte Entwickler:innen- und Anwender:innengemeinschaft.
Praxisnah – Anwender:innen stehen im Mittelpunkt
Die Mitglieder der DUVA-Gemeinschaft arbeiten in statistischen Ämtern, kommunalen / regionalen Statistikstellen, in den statistischen Landesämtern oder im Statistischen Bundesamt. Die aus Ihrem Arbeitsalltag abgeleiteten Anforderungen an ein modernes Informationsmanagementsystem stehen bei der Neu- und Weiterentwicklung des DUVA-Informationsmanagementsystems im Zentrum.
Unabhängig
Da die DUVA-Gemeinschaft als Verein organisiert ist, ist sie unkommerziell und unabhängig. Neu- und Weiterentwicklungen des DUVA-Systems werden über die Vergabe von Werkverträgen aus Gemeinschaftsmitteln realisiert. Der Prozess der Neu- und Weiterentwicklung selbst wird eng durch Vertreter:innen aus den Mitgliedsstädten begleitet, die sich zu den verschiedenen Themen und Funktionalitäten von DUVA austauschen, um diese nach ihren Bedürfnissen weiterzuentwickeln.
Aktiv mitgestalten
Die verschiedenen Arbeitsgruppen der Gemeinschaft sowie die jährliche Gemeinschaftstagung bieten die Möglichkeit sich einzubringen und aktiv das System bzw. dessen Weiterentwicklung mitzugestalten.
Netzwerk und Support
Unterstützung erhalten Mitglieder nicht nur zu Beginn bei der Installation, sondern auch in Schulungen und dem DUVA-eigenen Support. Bei Fragen können Sie das DUVA-Wiki oder das DUVA-Forum konsultieren. Die gegenseitige Hilfestellung der Anwender:innen untereinander ist grundlegender Bestandteil der DUVA-Idee und eine wichtige Ergänzung zu den Schulungs- und Supportangeboten.

intuitiv
Alle DUVA-Module sind ohne spezielle Programmierkenntnisse einfach zu bedienen.

aktuell
Die Module werden ständig weiterentwickelt und an aktuelle Bedarfe angepasst.

nicht-kommerziell
Die Wartungsbeiträge dienen ausschließlich der Finanzierung des Gesamtprojektes.

anwender:innenorientiert
Neu-Entwicklungen sind an den Bedarfen möglichst aller ausgerichtet. Auch kleine Statistikstellen werden gehört und mitgenommen.

gemeinschaftlich
Alle Anwender:innen sind Teil der Gemeinschaft und bringen sich ehrenamtlich ein. Die gegenseitige Hilfestellung untereinander ist wichtiger Bestandteil der DUVA-Idee.
Die KOSIS-Gemeinschaft DUVA ist ein Nichteingetragener Nichtwirtschaftlicher Verein. Gemäß Vereinsrecht agiert die KOSIS-Gemeinschaft DUVA vermittels folgender Organe:
Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung bildet das Parlament der Gemeinschaft. Sie trifft sich in der Regel einmal pro Jahr. Jedes Mitglied der Gemeinschaft kann ein stimmberechtigtes Mitglied in die Mitgliederversammlung entsenden. Die Mitgliederversammlung besetzt die Wahlämter der Gemeinschaft, nimmt die jährlichen Berichte der gewählten Organe entgegen und erteilt die notwendigen Entlastungen. Darüber hinaus bestimmt die Mitgliederversammlung über die grundsätzlichen Belange der Gemeinschaft sowie alle an Sie gerichteten Beschlussanträge.
Lenkungsgruppe
Die Lenkungsgruppe ist das geschäftsführende Gremium der Gemeinschaft. Sie besteht aus sieben auf jeweils zwei Jahre gewählten stimmberechtigten Personen, die jeweils Vertreter oder Vertreterin eines DUVA-Mitgliedes sind. Nicht stimmberechtigte Mitglieder der Lenkungsgruppe sind die Vorsitzenden der fünf fest eingerichteten Arbeitsgruppen sowie eine Vertretung der DUVA-Geschäftsstelle und der Kassenführenden Stelle. Die Anzahl der stimmberechtigten Mitglieder sowie die Anzahl und die Zusammensetzung der nicht stimmberechtigten Mitglieder regelt die Lenkungsgruppe in ihrer Geschäftsordnung.
Betreuende Stelle
Die Betreuende Stelle ist ein in der Lenkungsgruppe stimmberechtigt vertretenes und von der Mitgliederversammlung auf jeweils zwei Jahre gewähltes Mitglied der Gemeinschaft. Die Vertretung der Betreuenden Stelle in der Lenkungsgruppe nimmt den Vorsitz der Lenkungsgruppe wahr und vertritt die Gemeinschaft nach Außen. Eine von der Lenkungsgruppe bestimmte Stellvertretung springt ein, wenn der/die Vorsitzende kurzfristig ausfallen sollte.
Kassenführende Stelle
Die Kassenführende Stelle führt das DUVA-Konto und ist für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs der Gemeinschaft zuständig. Sie wird aus dem Kreis der Mitglieder der Gemeinschaft auf jeweils zwei Jahre gewählt. Wenn die Kassenführende Stelle dort nicht bereits durch eine andere Person vertreten ist, entsendet die Kassenführende Stelle ein nicht stimmberechtigtes Mitglied in die Lenkungsgruppe.
Kassenprüfung
Die Kassenprüfung der Gemeinschaft obliegt zwei von der Mitgliederversammlung aus ihrer Mitte auf jeweils zwei Jahre gewählten Personen. Zusätzlich wird eine Stellvertretende Kassenprüfung gewählt, die im Bedarfsfall das Vieraugenprinzip einer Kassenprüfung wahrt.
Organigramm

Arbeitsgruppen (AGs) und Unterarbeitsgruppen (UAGs)
Die DUVA-Lenkungsgruppe ist an vielen Stellen frei darin, wie sie sich intern organisiert. Es hat sich bewährt, die inhaltliche Zuständigkeit für Anwendungen des DUVA-Systems oder für spezielle andere Themen auf ausgelagerte Gruppen zu übertragen. Die Lenkungsgruppe setzt zu diesem Zweck über ihre Geschäftsordnung insgesamt fünf Feste Arbeitsgruppen (AGs) ein und bestimmt ihre Vorsitzenden. Die Arbeitsgruppen gliedern sich in die technischen AGs, zuständig für die Bereiche Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe des DUVA-Systems sowie in die nichttechnischen AGs Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit / Erschließungskonzepte. Die AG-Vorsitzenden sind nicht stimmberechtigte Mitglieder der Lenkungsgruppe. Die AGs können bei Bedarf Unterarbeitsgruppen (UAGs) einrichten, denen sie jeweils die Zuständigkeit z.B. für eine bestimmte Anwendung des DUVA-Systems oder für ein bestimmtes Thema überträgt.
DUVA-Geschäftsstelle
Die mit einer Person besetzte DUVA-Geschäftsstelle ist der Betreuenden Stelle zugeordnet, unterstützt die gewählten Organe der Gemeinschaft bei ihrer Tätigkeit und steht den Mitgliedern der Gemeinschaft sowie den Anwender:innen bei Fragen rund um DUVA als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus arbeitet die Geschäftsstelle in AGs / UAGs mit und ist ohne Stimmrecht in der Lenkungsgruppe vertreten.
KOSIS-Verbund
Die KOSIS-Gemeinschaft DUVA ist als Teil des KOSIS-Verbundes in die übergeordneten Strukturen der deutschen Kommunalstatistik eingebunden. Über den sogenannten gemeinsamen Ausschuss der KOSIS-Gemeinschaften und den Verband der Deutschen Städtestatistiker ist die KOSIS-Gemeinschaft DUVA verbandspolitisch vertreten.

Die Mitglieder der KOSIS-Gemeinschaft DUVA nutzen in der Regel auch die Angebote anderer KOSIS-Gemeinschaften und setzen sie im Verbund mit dem DUVA-System ein. Daneben engagieren sich die Gemeinschaftsmitglieder und ihre Vertreter:innen auf vielfältige Weise in den Strukturen der deutschen Städtestatistik und der Statistischen Gesellschaft. Sichtbarer Ausdruck dieser Zusammenarbeit und des dahinter stehenden Engagements sind unter Anderem die Organisation der jährlichen Anwender:innentagung des KOSIS-Verbundes (KOSIS-Tagung) und die Mitgestaltung der jährlich im Frühjahr und Spätsommer stattfindenden Tagungen der Statistischen Gesellschaft (Frühjahrstagung / Statistische Woche).
Newsletter
Im Newsletter wird die Gemeinschaft regelmäßig über aktuelle Termine (z.B. Workshops, Austauschformate, allgemeine Schulungstermine) sowie organisatorische und technische Neuerungen informiert. Mitglieder können den Newsletter über das Kontaktformular abonnieren.
Wiki und Forum
Das Wiki ist der Wissensspeicher rund um sämtliche DUVA-Anwendungen. Hier werden Ihnen unter anderem
- Software-Downloads
- Programmdokumentationen
- Hilfen zur Datenerschließung sowie
- Video-Tutorials und Mitschnitte aus Veranstaltungen
zur Verfügung gestellt. Mit dem DUVA WIKI wird auf dem DUVA Server ein für alle Mitglieder zugängliches Informationsangebot bereitgestellt, das im Sinne einer kollektiven Intelligenz Erfahrungen und Wissen der Anwender:innengemeinschaft dokumentiert. Anwender:innen sind ausdrücklich dazu eingeladen, das WiKi um eigene Beiträge zu ergänzen.
Über das DUVA Forum haben alle Mitglieder die Möglichkeit, technische und fachliche Fragen zum DUVA System an die Gemeinschaft zu richten. Das DUVA Forum unterstützt den Ansatz “Anwender:innen helfen Anwender:innen“. Dem Forum gehören auch die für die Neu- und Weiterentwicklung von DUVA zuständigen Arbeitsgruppen, die jeweiligen Entwickler:innen sowie die DUVA-Supportbeauftragten an. Damit ist sichergestellt, dass bei den meisten Alltagsfragen kurzfristig und kostenfrei Unterstützung zur Verfügung steht.
Zugangsdaten zum Wiki und Forum erhalten Neumitglieder im Rahmen ihres Beitrittes.
zum DUVA-Wiki und ForumHelpline
Die DUVA-Helpline erreichen Sie unter der zentralen Adresse support@duva.de. Die Helpline ist für DUVA-Anwenderinnen und -Anwender kostenfrei. Soweit notwendig übernimmt die Helpline auch die Weiterleitung von Problemstellungen an Dritte. Als Teil der DUVA-Helpline ist ebenfalls Tilman Häusser (tilman.haeusser@duva.de / 07071-22 851) erreichbar. Wir bitten zu beachten, dass die Helpline als kostenfreies Angebot keine Schulungen ersetzen kann.
Kostenpflichtiges Support-Angebot
Bei Unterstützungsbedarf, der auf Ebene einer Helpline nicht abgehandelt werden kann, besteht die Möglichkeit, für DUVA tätige Entwickler:innen direkt in Sachen der durch sie betreuten DUVA-Anwendungen anzusprechen.
- Für die Eingabemodule und den Auswertungsassistenten:
Jürgen Modic (j.modic@zuendorf-systeme.de / 02203-560 886) - Für die Anwendungen Kartenerstellung und Informationsportal:
SRP GmbH, Berlin (srp@srp-gmbh.de / 030-44 37 210) - Für die Schwerpunkte Anwender:innenunterstützung und Verfahrensfragen:
Tilman Häusser (tilman.haeusser@duva.de / 07071-22 851)
Wir bitten zu beachten, dass es sich in diesem Fall um kostenpflichtigen Support handelt und dass die Organisation des Supports sowie die Abrechnung bilateral zwischen den unmittelbar Beteiligten erfolgt.
Installationssupport für Neumitglieder
Der Installationssupport für Neumitglieder umfasst einen Personentag vor Ort, An- und Abreisezeiten, die im Vorfeld notwendige Klärung organisatorischer und technischer Fragen sowie anfallende Reisekosten (An- und Abreise, notwendige Übernachtungen).
Schulungen und Austauschformate
Schulungstermine finden in regelmäßigen Abständen statt und werden unter „Aktuelles“ veröffentlicht.
Onlineschulungen für Mitglieder ohne oder mit nur geringen Vorkenntnissen bietet unser Schulungsreferent Tilman Häusser (tilman.haeusser@duva.de / 07071-22 851) auch unabhängig von den offiziellen Terminen auf Anfrage an. Bitte kontaktieren Sie ihn bei entsprechendem Bedarf direkt.
Zur Unterstützung der Anwender:innen finden zudem verschiedene Onlineveranstaltungen (Onlineschulungen, „DUVA Nachgefragt“, Workshops zu den Anwendungen des DUVA-Systems) statt. Wir informieren jeweils per Newsletter und unter „Aktuelles“ über die Termine und Themen dieser Veranstaltungen.
Regionale Gruppen
Die DUVA Gemeinschaft hat regionale Anwender:innengruppen eingerichtet. Diese treffen sich in unregelmäßigen Abständen, um den interkommunalen Austausch zu fördern und in Form von Workshops grundsätzliche oder aktuelle Themen im Zusammenhang mit der Nutzung des DUVA Systems zu erörtern und Best-Practice-Beispiele vorzustellen.
DUVA-Geschäftstelle
Insbesondere bei Fragen rund um Ihre Mitgliedschaft in der KOSIS-Gemeinschaft DUVA, in Sachen Schulung- und Supportangebote, bei Anliegen an die DUVA-Lenkungsgruppe, in Sachen KOSIS-Tagung und anderen Fragen rund um DUVA steht Ihnen Arno Schiffert (duva@stadt.freiburg.de / 0761-201 5764) für die DUVA-Geschäftsstelle als Ansprechpartner zur Verfügung.
Ihr Kontakt zu DUVA
In der DUVA-Geschäftsstelle erreichen Sie Arno Schiffert montags bis freitags. Die Mitglieder der DUVA-Lenkungsgruppe, Arbeitsgruppen und Beauftragte stehen mit ihrer Anwendungserfahrung in Sachen Anwender:innensupport zur Verfügung.
Betreuende Stelle und Vorsitz der Gemeinschaft
Claude Gils
Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement
Postfach 79095 Freiburg
0761-201 5759
claude.gils@duva.de
DUVA-Geschäftstelle
Arno Schiffert
Geschäftsstelle der KOSIS-Gemeinschaft DUVA – c/o Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement Freiburg
Postfach 79095 Freiburg
0761-201 5764
duva@freiburg.de arno.schiffert@duva.de
DUVA-Helpline
Mailpostfach für allgemeine Fragen
Mitgliedschaft, Rechnungen, Schulung, Tagungen
Mailpostfach für technische/funktionale Fragen
Installation/Konfiguration, Funktionalität und Anwedungsbedienung
Tilman Häusser
Freier Statistiker und Planer, Schulungsreferent
07071-22 851
tilman.haeusser@duva.de
DUVA-Lenkungsgruppe
Daniel Beckemeier
Stadt Pforzheim – Kommunale Statistikstelle
07231-39 2143
daniel.beckemeier@duva.de
Annekatrin Bundrock
Landeshauptstadt Potsdam – Fachbereich Verwaltungsmanagement – Bereich Statistik und Wahlen
0331-289 1255
annekatrin.bundrock@duva.de
Claude Gils
Stadt Freiburg – Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement
0761-201 5759
claude.gils@duva.de
Jörg Jülkenbeck
Stadtverwaltung Oberhausen – Bereich Statistik
0208-825 2356
joerg.juelkenbeck@duva.de
Hanno Mogs
Landeshauptstadt Düsseldorf – Amt für Statistik und Wahlen
0211-89 93335
hanno.mogs@duva.de
Holger Pietschmann
Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
03578-33 1960
holger.pietschmann@duva.de
Robin Hüskes
Stadt Wolfsburg – Referat Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik
05361-28 2843
robin.hueskes@duva.de
Weitere Kontakte und Ansprechpartner
Robin Hüskes (AG Verarbeitung)
Stadt Wolfsburg – Referat Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik
05361-28 2843
robin.hueskes@duva.de
Jörg Jülkenbeck (AG Eingabe, AG Ausgabe)
Stadt Oberhausen – Bereich Statistik
0208-825 2356
joerg.juelkenbeck@duva.de
Arno Schiffert (AG Finanzen, AG Öffentlichkeitsarbeit und Erschließungskonzepte)
Geschäftsstelle der KOSIS-Gemeinschaft DUVA – c/o Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement Freiburg
0761-201 5764
arno.schiffert@duva.de
DUVA blickt auf mehr als 35 Jahre als Entwickler- und Anwendergemeinschaft unter dem Dach des Verbandes Deutscher Städtestatistiker und im Verbund der KOSIS-Gemeinschaften zurück.
Gründung einer KOSIS-Gemeinschaft
DUVA wurde auf dem Hintergrund der Volkszählung 1987 und des Einzuges von IT-gestützten Verfahren in die Statistik ins Leben gerufen. Was zunächst als befristetes Projekt zum IT-gestützten Umgang mit den Daten der Volkszählung begann, wurde 1989 durch die formale Gründung der gleichnamigen KOSIS-Gemeinschaft verstetigt. Damals formulierte Ideen tragen bis heute:
- Anfallende Daten sollten beginnend mit der Volkszählung 1987 unabhängig von Herkunft und Inhalt wie in analog geführten Bibliotheken und Archiven über einfach zu bedienende und integrierte IT-Anwendungen nach einheitlichen Prinzipien abgelegt, erschlossen und der weiteren Nutzung zugeführt werden.
- Als Ansatz für die Erschließung und nachhaltige Nutzung von Daten und deren Umwidmung zu Informationen wurde der umfassende Einsatz von Metadaten gewählt.
- Es soll ein System aus miteinander verknüpften IT-Anwendungen bereitgestellt werden, das die Idee des integrierten und metadatenbasierten Arbeitens umsetzt; die Reichweite des DUVA-Systems sollte perspektivisch die Felder Eingabe und Verarbeitung sowie die Auswertung und die Aus- und Weitergabe von Information umfassen.
- Neben seiner zentralen Rolle als Datenbibliothek und Datenarchiv soll das DUVA-System bevorzugt Basisfunktionalitäten anbieten und die Arbeitsschritte abdecken, die regelmäßig zu bewältigen sind. Sollen z. B. spezielle Auswertungs- oder Analyseverfahren zur Anwendung kommen, setzt das DUVA-System auf Schnittstellen zu entsprechenden Spezialanwendungen.
- Es soll eine gemeinschaftliche Entwicklung erfolgen, die auf demokratischen Prinzipien beruht und im Sinne einer nichtkommerziellen und an den Erfordernissen des Arbeitsalltags orientierten Entwicklung das Prinzip Von Anwender:innen für Anwender:innen zur Anwendung bringt.
Die Idee des doppelten Metadateneinsatzes zur inhaltlichen Erschließung von Daten und zur Steuerung damit verbundener Arbeitsprozesse war allerdings kein Eigenprodukt. Bereits in den 1970er und 1980er Jahren wurden entsprechende theoretische Überlegungen u. A. im Berliner Landesamt für Statistik unter Leitung von Günther Appelt angestellt. Zum Ende der 1980er Jahre boten sich dann erste technische Möglichkeiten, um diese Theorie in der Praxis anzuwenden.
Die Landeshauptstadt Stuttgart fungierte von 1989 bis 2000 als Betreuende Stelle und als Kassenführende Stelle der Gemeinschaft und hat deren Belange in diesen Gründerjahren auf vielfältige Weise unterstützt. In dieser Zeit wurden noch als DOS-Programme und zum Teil in Heimarbeit durch Angehörige der Gemeinschaft die ersten vier Versionen eines Nachweissystems und eine erste Anwendung zur Produktion sowie erste Anwendungen zur Datenanalyse und Ausgabe (KOSISABRUF, PC-AXIS, DABANK-PC) und erste Eingabemodule realisiert. Das zugrunde liegende DUVA-Metadatenmodell wurde parallel dazu weiter ausformuliert und in eine teilweise bis in die heutige Zeit gültige Form gebracht; legendär sind viele in privaten Räumen abgehaltene Nachtsitzungen, die teils bis heute andauernde und weit über das Dienstliche hinausgehende Beziehungen begründet haben.

Die DUVA-Lenkungsgruppe zu Beginn der 1990er Jahre: v.l.n.r Günter Schulenburg (Stadt Braunschweig), Helmuth Jülkenbeck (Stadt Moers), Franz Biekert (LHS Stuttgart), Thomas Willmann (Stadt Freiburg), Jost Metsch (Stadt Heidelberg), Walter Schneider (Stadt Nürnberg), Andreas D. Martin (LHS Hannover), Ruth Schmidt (Stadt Leipzig), Holger Pietschmann (STALA Sachsen, Kamenz), Hans Schirrmeister (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz Berlin), Ralf Sitter (STALA Berlin), Joachim Eicken (LHS Stuttgart), Utz Lindemann (LHS Stuttgart)
Namentlich erinnert sei insbesondere an den 2024 verstorbenen Kollegen Joachim Eicken, der der Gemeinschaft von 1989 bis 2000 vorstand, an den ebenfalls 2024 verstorbenen Kollegen Günther Schulenburg (Stadt Braunschweig), der viel zum DUVA-Datenmodell beigetragen hat sowie an den 2025 verstorbenen Kollegen Jürgen Maser (Stadt Pforzheim), der viele AdHoc-Programmierungen von ersten DUVA-Anwendungen beigesteuert hat.
Zäsuren und Kontinuitäten – Die 2000er und die 2010er Jahre
2001 wechselten die Betreuende Stelle der Gemeinschaft zur Stadt Freiburg im Breisgau und die Kassenführende Stelle zur Stadt Witten; in entsprechende Verantwortung eingetreten sind die Kollegen Thomas Willmann ((Stadt Freiburg) und Harald Bolle-Behler (Stadt Witten), der durch Dorothea „Doro“ Wischofsky tatkräftig unterstützt wurde. Zuvor wurde noch unter Stuttgarter Ägide DUVA98 ausgeliefert, das mit den erstmalig für Windows programmierten Anwendungen Nachweissystem, Zieldateigenerator, M-DIREKT, Maskengenerator, PC-Erfassung und GIZEH die lange Zeit gültige Architektur des DUVA-Systems vorgab. Zur gleichen Zeit wurden mit der Bereitstellung fertiger Dateibeschreibungen und Erschließungskonzepte u. A. zu den Themen Bautätigkeits- und KFZ-Statistik, Beherbergungsstatistik und Einwohnerbestands- und Bewegungsstatistik auch inhaltlich neue Maßstäbe gesetzt. Seit 2001 ist am Sitz der Betreuenden Stelle eine mit Arno Schiffert hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle eingerichtet, die die Belange der Gemeinschaft unterstützt.
Mit der ab 2001 eingesetzten Version 3.5 des DUVA-Systems war ein deutlicher Ausbau der vorhandenen Funktionalitäten verbunden. Der Desktopanwendung M-Direkt wurde ab 2001 die webbasierte Anwendung Internetassistent als Auswertungstool zur Seite gestellt. Erstmals stand mit der Anwendung Interneterfassung eine Möglichkeit zur webbasierten Dateneingabe zur Verfügung. Letztmalig war dabei mit Clemens Krechel (Stadt Nürnberg) ein Kollege aus einem Statistischen Amt gleichzeitig als Programmierer für DUVA tätig.
Mit Version 4 des Nachweissystems verbindet sich ab 2005 ein markanter Wechsel des Oberflächendesigns, Mit dieser Version des Nachweissystems und den entsprechend angepassten weiteren DUVA-Anwendungen wurde ab 2009 der Wechsel vom Einsatz einer Desktopdatenbank zum Einsatz von Serverdatenbanken vollzogen. Als Teil des Systems DUVA4 stand ab 2009 mit der zunächst in Eigenregie der LHS Potsdam entstandenen Anwendung Webkatalog erstmals ein webbasiertes Portal zur Präsentation und zum Abruf ausgewählter Informationen und Auswertungen zur Verfügung. Das Portfolio des DUVA-Systems wurde im gleichen Zeitraum um ein Tool zur Plausibilitäts- bzw. Datenprüfung und um ein erstmals in das Nachweissystem integriertes Geheimhaltungsverfahren (SAFE) ergänzt. Mit Version 4 des DUVA-Systems und seinen Einzelanwendungen verbinden sich neben seiner langjährigen Einsatzgeschichte auch langlebige Verbindungen zu Entwicklern: Das DUVA-Nachweissystem wurde zwischen 1999 und 2009 durch Stephan Schneider (Regensburg) betreut; die DUVA-Eingabemodule und die webbasierten Ausgabemodule von 2003 bis 2024 von Ralf Bremecke (Koblenz).

Von den Anfängen bis in die 2010er Jahre: Die Entwicklung des DUVA-Systems bis zum Jahr 2013
In den Jahren 2009 bis 2012 und 2013 bis 2016 beteiligte sich DUVA unter Anderem im Verbund mit Kolleg:innen aus den Niederlanden und Finnland an Förderprojekten der europäischen Union. Insbesondere das 2009 gestartete TooLS-Projekt trägt seit 2014 mit seinen unter dem Dach der KOSIS-Gemeinschaft AktivesAltern gebündelten regelmäßigen lokalen Erhebungen, Auswertungen und Berichten weiterhin zu den vielfältigen Aktivitäten des KOSIS-Verbundes bei. Mit diesem Förderprojekt verbunden war gleichzeitig eine der wenigen tatsächlichen Fehlentwicklungen der DUVA-Historie: Das unter dem Namen Navigator entwickelte gemeinsame Recherche- und Dateiauswahltool des DUVA-Systems konnte zwar erfolgreich fertiggestellt werden; aufgrund von zwischenzeitlich von vielen Kommunen schärfer gestellten Sicherheitsvorschriften, die sich unter Anderem gegen eine im Navigator verbaute Bibliothek wandten, war dem Einsatz der Anwendung jedoch ein Riegel vorgeschoben. Auf die technisch mögliche Implementierung einer akzeptierten Bibliothek musste aus Kostengründen verzichtet werden.
Erfolgreich verliefen dagegen drei Implementierungen auf der Ausgabeseite des DUVA-Systems: 2014 wurde die erste Version der DUVA-Kartenerstellung ausgeliefert; ab dem gleichen Jahr stand die Anwendung Informationsportal in einer ersten Version zur Verfügung, die DUVA in Ablösung des Webkataloges den weiteren Weg in die webbasierte Dissemination von statistischen Informationen bis hin zur Integration in das Europäische Statistische System und in die OpenData-Welt öffnet. 2016 wurde schließlich der Auswertungsassistent als das neue webbasierte Auswertungstool des DUVA-Systems erstmalig ausgeliefert und damit die Anwendungen M-Direkt und Internet-Assistent endgültig abgelöst. Im Hinblick auf die Anwendungen Kartenerstellung und Informationsportal kamen dabei zwei relevante Neuerungen zum Tragen: Beginnend mit der Kartenerstellung kommen zur Findung von Vertragsnehmern bei größeren Entwicklungsprojekten EU-Ausschreibungsverfahren zum Einsatz, die mit Unterstützung der Abteilung Vergabemanagement der Stadt Freiburg durchgeführt werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen der Bundeshauptstadt Berlin hat die Projekte Kartenerstellung und Informationsportal durch finanzielle Zuwendungen und personellen Einsatz wesentlich aus der Taufe gehoben und auch die Weiterentwicklung dieser DUVA-Anwendungen dauerhaft vorangetrieben.
Die Mitgliederzahl der Gemeinschaft wuchs von rund 30 im Jahr 2000 kontinuierlich an. Noch zu Beginn der 2000er Jahre wurde die Zahl von 50 Mitgliedern überschritten; zu Beginn des folgenden Jahrzehnts die Zahl von 60 Mitgliedern. Zur Mitte der 2020er Jahre liegt die Mitgliederzahl mit wachsender Tendenz bei rund 85. Darunter sind nicht mehr nur Kommunen verschiedener Größe, sondern auch Landkreise und beginnend mit dem Jahr 2025 der Statistische Verbund des Bundesamtes und der Landesämter für Statistik.

Die DUVA-Lenkungsgruppe der 2000er und der frühen 2010er Jahre: v.l.n.r Andreas D. Martin (LHS Hannover), Arno Schiffert (DUVA-Geschäftsstelle, Stadt Freiburg), Helmut Janich (BBSR, Bonn), Helmuth Jülkenbeck (Stadt Moers), Günter Schulenburg (Stadt Braunschweig), Heike Heuser (Stadt Villingen-Schwenningen), Harald Bolle-Behler (Stadt Witten), Heike Gumz (LHS Potsdam), Ralf Then (Stadt Nürnberg), Tilman Häusser (Tübingen), Thomas Willmann (Stadt Freiburg), Holger Pietschmann (STALA Sachen, Kamenz), Guido Sawinski (Stadt Frankfurt am Main), Gerhard Bender (HS Lübeck)
Die Lenkungsgruppe ist das geschäftsführende Gremium unserer Gemeinschaft. Darüber hinaus haben im Lauf der Jahre eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen Wahl- und andere Aufgaben übernommen:
2012 übergab die Stadt Witten das Amt der Kassenführenden Stelle an die LHS Hannover, namentlich die Kollegen Andreas Martin und Andrea Schwarz, die bis 2022 für die Finanzen der Gemeinschaft in Verantwortung stehen sollten. Ähnlich kontinuierlich besetzt war auch die DUVA-Kassenprüfung: Für die Belange unserer Gemeinschaft tätig waren bzw. sind in diesem Wahlamt unter Anderem folgende Kolleg:innen: Waltraud Schröpfer (Stadt Frankfurt am Main), Friedbert Lanz (Stadt Weimar), Dr. Norbert Marißen (Stadt Oberhausen), Werner Lölfing (Stadt Münster), Manfred Jung (Stadt Celle), Manuela Zöllner (Stadt Weimar), Isabelle Metzger (Stadt Villingen-Schwenningen / Stadt Heilbronn) und Angela Ebermann (Stadt Bautzen / STALA Sachsen, Kamenz).
Bereits seit den 1990er Jahren ist Tilman Häusser (Tübingen) als Schulungsreferent und zur Unterstützung unserer Anwenderinnen und Anwender tätig. Nach dem Ausscheiden aus den Diensten der Stadt Moers hat Helmuth Jülkenbeck von 2009 bis ins Jahr 2020 die DUVA-Anwender:innen unter Anderem in Sachen Installation und bei technischen Problemen unterstützt. Von 2012 bis 2025 war Hans Brodesser als ehemals für die Stadt Celle tätiger Kollege als Teil der DUVA-Helpline sowie insbesondere für Erstinstallationen ansprechbar. In den Jahren 2020-2023 war die DUVA-Helpline durch Frau Sandra Giesemann (Stadt Göttingen) hauptamtlich besetzt.
Schon mit der Auslieferung des Nachweissystems 4 begannen Überlegungen zu dessen Nachfolger. Dabei wurde im Laufe der Zeit immer deutlicher, dass Nachfolgeanwendungen nicht als modernisierte und funktional erweiterte Versionen der abzulösenden Anwendung umgesetzt werden sollten. Zu berücksichtigen sind neben sich verändernden technischen und systemarchitektonischen Belangen insbesondere der Wechsel von einem funktions- zu einem benutzerorientierten Vorgehen bei Neuprogrammierungen, Schnittstellen zu externen Eingabe- und Ausgabeanwendungen sowie Themen wie die webbasierte Datendissemination fordern unter Stichworten wie OpenData Berücksichtigung. Spätestens zum Ende der 2010er Jahre war überdies klar, dass die in die Jahre gekommenen Eingabemodule und der Auswertungsassistent der Ablösung bedürfen und dass somit eine komplette Neuaufstellung und weitestgehende Neuprogrammierung des DUVA-Systems zu bewerkstelligen ist. Ein erster Schritt auf diesem Weg wurde ab 2019 mit einem ersten Anlauf zur Programmierung eines neuen Nachweissystems unternommen.
Neuaufstellung eines Gemeinschaftsprojektes – die 2020er Jahre
Parallel zur Coronakrise der Jahre 2020 bis 2022 unterzog sich DUVA einer mehrfachen Neuaufstellung.
Thomas Willmann (Stadt Freiburg), der unter Anderem als langjähriger Vorsitzender der Lenkungsgruppe die Entwicklungen des DUVA-Systems und der DUVA-Gemeinschaft geprägt hat, schied im Sommer 2020 aus dem Dienst der Stadt Freiburg und damit auch aus den Reihen der DUVA-Lenkungsgruppe aus. In den Folgejahren verzichteten mehrere Mitglieder der DUVA-Lenkungsgruppe nach teilweise 30jähriger (!) Zugehörigkeit auf eine Wiederwahl in das Leitungsgremium der DUVA-Gemeinschaft. Die Lenkungsgruppe verließen: Dietrich Bangert (BHS Berlin), Dr. Gerhard Bender (HS Lübeck), Michael Fendt (Stadt Augsburg), Erik Feßler (Stadt Göttingen), Heike Gumz (LHS Potsdam), Heike Heuser (Stadt Villingen-Schwenningen), Angela Kloßek (Stadt Dortmund), Jürgen Lenz (Kreis Mettmann), Andreas D. Martin (LHS Hannover), Ralf Then (Stadt Nürnberg) sowie Jens Vöckler (Stadt Leipzig). Verstorben sind 2018 als Mitglied der Lenkungsgruppe Stephan Hegemann (Stadt Heilbronn), 2020 als externer Berater der Lenkungsgruppe Daniel Heuer (Stadt Dortmund) sowie 2024 Manuela Zöllner, die das Amt der Kassenprüferin inne hatte. Eine Gemeinschaft wie DUVA steht immer in der Schuld derer, die sich engagieren – Die Gemeinschaft bedankt sich bei allen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen!

Die DUVA-Lenkungsgruppe im Sommer 2025: V. l. n. r. Claude Gils (Stadt Freiburg), Annekatrin Bundrock (LHS Potsdam), Holger Pietchmann (STALA Sachsen, Kamenz), Arno Schiffert (DUVA-GS, Stadt Freiburg), Jörg Jülkenbeck (Stadt Oberhausen), Daniel Beckemeier (Stadt Pforzheim), Hanno Mogs (LHS Düsseldorf). Nicht im Bild: Robin Hüskes (Stadt Wolfsburg), Ralph Stephan (LHS Dresden).
Eine neu zusammengesetzte Lenkungsgruppe führte ab 2020 eine Reihe struktureller Änderungen ein, die DUVA effizienter aufstellen sollen. Die Zahl der stimmberechtigten Mitglieder wurde auf sieben reduziert. Als Feste Arbeitsgruppen wurden die AGs Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe, Technik, Finanzen und eine AG Öffentlichkeitsarbeit und AWGS eingerichtet. Die Vorsitzenden dieser AGs sowie eine Vertretung der Geschäftsstelle und der Kassenführenden Stelle nehmen als nicht stimmberechtigte Mitglieder an den Sitzungen der Lenkungsgruppe teil. Mit Wirkung ab Mitte 2022 wechselte das Amt der Kassenführenden Stelle von der LHS Hannover zur Stadt Freiburg, wo sie von Claude Gils als DUVA-Vorsitzendem und der DUVA-Geschäftsstelle verantwortet wird. Die Arbeitsgruppen übernehmen in diesem neuen Gefüge wesentliche Teile der inhaltlichen Arbeit.
Nachdem der ursprünglich verpflichtete Auftragnehmer den ihm gestellten Aufgaben nicht gerecht wurde, konnte die Neuprogrammierung eines DUVA-Nachweissystems nach einer neuen Ausschreibung ab Sommer 2022 endgültig in die Wege geleitet werden. In Zusammenarbeit mit der SRP GmbH (Berlin), die auch die Anwendungen Kartenerstellung und Informationsportal betreut, werden sowohl im Hinblick auf die Systemarchitektur und die Technik, als auch im Hinblick auf den aktiven Einbezug von Anwender:innen neue Wege beschritten und Grundlagen für das System DUVA 5 gelegt. Seit Sommer 2025 ist in Zusammenarbeit mit der ACCSO GmbH (Darmstadt) die Nachfolgeanwendung für den Auswertungsassistenten in Arbeit. Finanziert aus Fördermitteln des SmartCities-Projektes arbeitet die Stadt Freiburg ebenfalls seit Sommer 2025 an der Realisierung neuer Eingabemodule. Flankiert wird diese bis auf das weiterverwendbare Informationsportal komplette Neuaufstellung des DUVA-Systems durch neue Ausgabeschnittstellen, die unter Anderem die Datenauswertung in R unterstützen. In allen Fällen wird versucht, durch die Implementierung quelloffener Bibliotheken die entsprechende komplette Eigenentwicklungen zu ersetzen, um Synergien und Kostenvorteile zu realisieren. Zu den genannten Neuprogrammierungen tragen nicht zuletzt weitere Zuwendungen bei, die beispielsweise durch die Städte Pforzheim und Oberhausen aus Eigenmitteln oder aus weiteren Fördermitteln des SmartCities-Projektes eingebracht werden. Mit der ab 2026 vorgesehenen schrittweisen Einführung dieser neuen Anwendungen wird der Systemwechsel von DUVA4 zu DUVA5 vollzogen.
Produkt
Das DUVA-System und seine Anwendungen
DUVA ist modular aufgebaut und bildet den gesamten Prozess von der Eingabe, über die Datenaufbereitung bis hin zur Ausgabe ab. Die einzelnen Module können auf die jeweiligen Bedarfe abgestimmt werden und sind ohne besondere Programmierkenntnisse bedienbar. Umfangreiche Schnittstellen erweitern das Anwendungsspektrum.
Metadatenansatz
In das DUVA-System aufgenommen und als Datenbanktabellen gespeichert werden (Sach-)Dateien unabhängig von ihrem Inhalt und ihrem Ursprungsformat. Im Unterschied zu zahlreichen anderen DataWarehouse-Programmen oder BusinessIntelligence-Werkzeugen basiert das DUVA-System darüber hinaus auf dem konsequenten und durchgängigen Einsatz von Metadaten. Dabei werden Sachdateien, Dateistrukturen, einzelne Merkmale und Werte in Klarsprache beschrieben. Zusätzliche Metadaten ergeben sich aus Raum- und Zeitbezügen sowie aus Prozessbeschreibungen, die ebenfalls fest mit den zugehörigen Sachdaten verknüpft werden. Alle Metadaten werden in einer Serverdatenbank nach dem OnlyOnce-Prinzip redundanzfrei abgelegt. Dementsprechend stehen einmal angelegte Beschreibungen für die Verwendung in anderen Anwendungen des DUVA-Systems zur Verfügung – Ist zum Beispiel ein Merkmal mit seinen Ausprägungen einmal beschrieben, können diese Beschreibungen unter Anderem zur automatischen Beschriftung von Tabellen, Grafiken oder Karten oder zur Beschreibung inhaltsgleicher Daten eingesetzt werden.
DUVA organisiert den Prozess der Informationsgewinnung damit so, dass Informationen aus
- beliebigen Informationsquellen
- für unterschiedliche Fragestellungen
- mit gleichen Verfahren
- in einer medienbruchfreien Produktionskette
- klar strukturiert erschlossen, aufbereitet und präsentiert werden können.

Und das alles ohne besondere Programmierkenntnisse und unabhängig von der Herkunft, dem Inhalt und dem Format der Informationen.
Das DUVA-System
DUVA ist ein System aus integrierten Einzelanwendungen mit jeweils spezifischen Aufgaben.

Zur Verwaltung und Verarbeitung der vorhandenen Informationen dient das Nachweissystem; hier fließen Sachdaten und die zugehörigen Metadaten zusammen. Als Herzstück des Systems realisiert es im Rahmen der Datenverarbeitung Berechnungen, Aggregationen und andere Operationen.
Mit den Eingabemodulen werden auf Basis von Dateibeschreibungen frei gestaltbare Formulare generiert, über die Daten direkt in das DUVA-System erfasst werden können.
Der Auswertung und Ausgabe von Informationen in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten dient das Modul Auswertungsassistent.
Mit dem Informationsportal können Ihre Daten online in Form von Tabellen, Diagrammen, Karten etc. strukturiert, anschaulich und präsentabel angeboten und abrufbar gemacht werden. Damit steht ein Portal zur Verfügung, über das interessierte Bürger:innen, politische Entscheidungsträger und andere Adressatengruppen Informationen selbständig recherchieren und abrufen können.

Mit Hilfe von Schnittstellen, die ebenfalls zum Auslieferungsumfang gehören, können Informationen unter Anderem konform zu den Open-Data-Richtlinien angeboten und abrufbar gemacht werden. Eine weitere Schnittstelle des DUVA-Systems ist als API so ausgelegt, dass zum Beispiel R-Anwendungen direkt aus dem DUVA-System mit Sachdaten und den zugehörigen Metadaten versorgt werden können. Ein Datenexport im Format CSV ist ebenfalls möglich. Metadaten aller Art können über eine XML-Schnittstelle ausgetauscht werden.
In der Administrationsanwendung können Benutzer- und Systemeinstellungen individuell definiert und die einzelnen Module zu einem ineinandergreifenden und auf Ihre Anforderungen ausgerichteten System konfiguriert werden.
DUVA ist ein modular aufgebautes Informationsmanagementsystem für die öffentliche Verwaltung, das die Arbeitswege der klassischen Statistik und des modernen Informationsmanagements von der Eingabe über die Verarbeitung bis zur Auswertung und Weitergabe durchgängig unterstützt und integriert.
Das Nachweissystem und die zugehörige Administrationskomponente sind das Herzstück von DUVA. Durch den Metadatenansatz werden beispielsweise Raum- und Zeitbezüge im laufenden Prozess mitdokumentiert. Sachdaten können hier verknüpft und im Rahmen von Produktionen aufbereitet werden. Die Rechtevergabe und Zugangsverwaltung erfolgt zentral für alle Module über die Administrationskomponente. SPSS, SAS, API, DCAT und CKAN Schnittstellen sind implementiert.
Derzeit befindet sich ein neues webbasiertes Nachweissystem in der Entwicklung.
Funktionalitäten
- Beschreibung statistische Datenpakete in natürlicher Sprache (es sind keine Programmierkenntnisse erforderlich)
- Dokumentation von Raum- und Zeitbezügen sowie Änderungen im Datenaufbau im laufenden Prozess (ermöglicht eine redundanzfreie Datenhaltung)
- programminterne Datenprüfung prüft die Konsistenz zwischen Sach- und Metadaten
- Aggregationen und Berechnungen, Dateiverschneidungen und Dateiverkettungen können innerhalb des Programmes durchgeführt und zur wiederholten Anwendung gespeichert werden
- Im- und Export aller Metadaten erfolgt als xml-Dateien
- Anonymisierung von Einzeldaten mit Hilfe eines mehrstufigen mathematischen Verfahrens (SAFE) möglich
- Client-Server-Anwendung (kann sowohl im Netzwerk als auch lokal betrieben werden)
- SPSS, SAS, API, DCAT und CKAN Schnittstellen sind implementiert
- Administration erfolgt für alle Module zentral und übersichtlich in einer einzigen Anwendung
Anwendungsbeispiele
Die Anwendungen der Eingabe dienen der einfachen Erstellung und Verwaltung von digitalen Eingabeformularen sowie der webbasierten Datenerfassung. Die Eingabe beinhaltet zwei Anwendungen:
Der Formulargenerator ist ein leistungsfähiges Instrument zur einfachen und schnellen Erzeugung individueller Eingabeformulare auf Basis von vorhandenen oder neu erzeugten Metadaten – unabhängig von inhaltlichen Fragestellungen und ohne Programmierarbeiten.
Mit der Weberfassung können Daten eingegeben werden, die dann im DUVA-System unmittelbar für weitere Arbeitsschritte zur Verfügung stehen. Außerdem können Daten editiert oder in externe Anwendungen exportiert werden.
Funktionalitäten
- One-Click-Erzeugung kompletter Erfassungsformulare für PC oder Internet als HTML-Seiten auf Basis vorhandener Satzaufbauten
- freie Formatierung der Erfassungsformulare
- Integration von Regeln (Berechnungen, Jumps, Skip & Fill, Autofill etc.)
- Multi-User fähig (zeitgleiche Erfassung)
- umfassende Benutzer:innenverwaltung
- bearbeitbare Tabellenansicht erfasster Daten
- Mehrsprachenfähigkeit
Anwendungsbeispiele
Der Auswertungsassistent dient der webbasierten Datenausgabe in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten. Mit dem Auswertungsassistenten können Anwender:innen selbstständig Auswertungen erstellen. Durch den direkten Zugriff auf die Datenbanken des DUVA-Systems stehen dabei tagesaktuelle und verlässliche Informationen zur Verfügung.
Funktionalitäten
- webbasierte Auswertungen in Form von Tabellen, Diagrammen und thematischen Karten
- große Bandbreite an individuellen Darstellungs-, Berechnungs- und (interaktiven) Filtermöglichkeiten
- umfangreichen Formatierungsmöglichkeiten für Tabellen, Grafiken und thematische Karten
- intuitiv bedienbar
- Exportmöglichkeiten der fertigen Auswertung in unterschiedlichen Formaten(csv/Excel/Grafikdateien…)
- umfassende Benutzer:innenverwaltung
- Anwendungsoberfläche mittels HTML/CSS individuell gestaltbar
Anwendungsbeispiele
Das Informationsportal ist ein webbasierter Datenkatalog, mit dem statistische Informationen (z.B. mit dem Auswertungsassistent erstellte Auswertungen, digitale Veröffentlichungen, Verlinkungen) unabhängig von ihrer Herkunft zur Verfügung gestellt werden können. Mithilfe einer DUVA-eigenen Schnittstelle wird das Informationsportal zu einem OpenData-Portal, das Daten nach DCAT-Standard recherchierbar und abrufbar macht.
Funktionalitäten
- webbasierte Oberfläche zur Bereitstellung im Auswertungsassistenten erstellter Auswertungen, Grafiken und thematischer Karten sowie bei Bedarf weiterer Dateien (z.B. als pdf-/Excel-/Grafikformate) oder URLs
- Gliederung nach selbst wählbaren Kriterien, barrierearme Recherche mittels Filter- und dynamischer Suche ohne hierarchisch festgelegte Suchwege
- intuitive Bedienbarkeit von Front- und Backend
- optimiert für mobile Endgeräte
- Open Data DCAT-Schnittstelle und Ausgabe API vorhanden
- Anbindung an überregionale Datenportale wie GovData oder European Data
- Mehrsprachenfähigkeit
- umfassende Benutzer:innenverwaltung
- Anwendungsoberfläche mittels HTML/CSS individuell gestaltbar (Corporate Design)
Anwendungsbeispiele
DUVA verfügt über eine DCAT-Schnittstelle, über die das Harvesting durch andere Datenportale sowie die Anbindung an Metadatenkataloge möglich ist. Über die Schnittstelle können (Meta)Daten in standardisierter Form geteilt werden (z.B. High Value Datasets). Derzeit in Entwicklung befindet sich eine Erweiterung der DCAT-Schnittstelle zur Integration von Auswertungen des ASW. Ziel ist es, dass alle im IP verlinkten ASW-Auswertungen ebenfalls über die Schnittstelle geteilt werden können.
DUVA besitzt außerdem eine REST-API zur Anbindung von speziellen Fachverfahren, wie zum Beispiel der Statistiksoftware R. Über die REST-API können aus den Fachverfahren heraus direkt die im NWS hinterlegten Datensätze angesteuert werden. Mit dem in DUVA implementierten Berechtigungskonzept kann der Zugriff bspw. nach Sachgebiet oder Benutzergruppe reglementiert werden. In Entwicklung befindet sich eine Erweiterung zur Anbindung von Geo-Services (WMS, WFS, GeoJSON).
DUVA erweitert das Angebot derzeit noch um eine Import-API, mit der externe Daten automatisiert eingelesen, bereinigt, angereichert und im DUVA NWS gespeichert werden können.
- DCAT-Schnittstelle
- Harvesting durch andere Datenportale (GovData, European Data)
- Anbindung an Metadatenkataloge
- Integration der ASW-Auswertungen (in Entwicklung)
- REST-API
- Anbindung anderer Fachverfahren (z.B. R)
- Berechtigungskonzept
- Gruppierung
- Anbindung GeoServices (WMS, WFS, GeoJSON)
- Import-API
- Kapselung des Data-Warehouses
Die Hardware- und Softwareanforderungen, die für den Einsatz des DUVA-Systems gelten, bewegen sich im gängigen Rahmen öffentlicher Verwaltungen; eine Aufwärtskompatibilität ist gegeben, sodass bedenkenlos z. B. auf neue Betriebssysteme oder neue Datenbankversionen gewechselt werden kann.
Die noch im Rahmen des Systems DUVA4 entwickelten Anwendungen (Nachweissystem4, Auswertungsassistent, Eingabemodule, Informationsportal) benötigen sowohl server- als auch clientseitig ein Windows-Betriebssystem. Beginnend mit dem Nachweissystem 5 und den nachfolgend neu entwickelten Anwendungen des DUVA-Systems (Nachfolge Auswertungsassistent, Neue Eingabemodule, usw.) können auch andere Betriebssysteme wie Linux zum Einsatz gebracht werden.
Als gemeinsam für alle Anwendungen des DUVA-Systems einzusetzende Serverdatenbank wird für das System DUVA4 MS SQL empfohlen. Der Einsatz von Oracle-Datenbanken ist in dieser Version des DUVA-Systems ebenfalls möglich; aus den in der Praxis gewonnenen Erfahrungen heraus wird vom Einsatz einer Oracle-Datenbank jedoch abgeraten. Mit Version 5 des DUVA-Systems erweitert sich auch im Hinblick auf die einsetzbaren Serverdatenbanken das Spektrum.
Auf diesem Hintergrund ergeben sich im Hinblick auf die Hard- und Softwareanforderungen der DUVA-Systeme 4 und 5 mit Stand Herbst 2025 folgende Empfehlungen:
TABELLE(N)
DOWNLOAD DATENBLATT HARD- UND SOFTWAREEMPFEHLUNGEN
Anwendungsbeispiele
Was geht und was kann DUVA? Von der regelmäßigen Aufbereitung und Bereitstellung von Zahlen aus dem Einwohnerwesen, über die Abwicklung von Onlinebefragungen von der Erhebung bis zur webbasierten Ergebnispräsentation, die Einspeisung von amtlichen Daten in OpenData-Portale und die Einrichtung von öffentlichen Datensammlungen - der Einsatz von DUVA-Anwendungen unterstützt den Arbeitsalltag und ist gleichzeitig nicht auf die klassische Statistik beschränkt.
Das DUVA-Informationsportal in der Praxis
Für viele Nutzer:innen (Bürger:innen, Mitarbeiter:innen der Stadt, etc.) stellt das DUVA-Informationsportal den ersten Kontakt mit Daten der jeweiligen Statistikstelle dar. Dabei entscheiden die Gemeinden selbst, wie sie das Informationsportal am besten einsetzen wollen: Als klassisches Statistikportal mit zahlreichen Auswertungen für alle Interessierten, als interne Plattform, die sich hauptsächlich an Mitarbeitende der Stadt richtet, oder als Open-Data-Portal.
Daten teilen leicht gemacht
Die Daten des Informationsportals können über einen Webservice bzw. die Anbindung des RDF-Endpunkts mit Metadatenportalen wie GovData geteilt werden. Der Webservice dient der Bereitstellung von Datei-Metadaten aus der Duva-Datenbank im DCAT-AP.de Katalogformat und stellt auch die Datei-Inhalte bereit. Die Datensätze werden im DUVA-Nachweissystem ausführlich beschrieben und können über den Webservice inklusive ihrer Metadaten im DCAT-Standard geteilt werden. So können Gemeinden ihren Berichtspflichten, bspw. im Zusammenhang mit der EU-Durchführungsverordnung zur Bereitstellung hochwertiger Datensätze (DVO-HVD), nachkommen und auch Rohdaten bzw. rohdatenähnliche Dateien für die Nachnutzung durch Externe zur Verfügung stellen.
Mitglied werden
Die KOSIS-Gemeinschaft DUVA ist in der Rechtsform eines Vereines organisiert. Der Beitritt zur Gemeinschaft und die damit verbundenen Rechte und Pflichten sind in einem Rahmenvertrag geregelt. Mitglieder der Gemeinschaft entrichten finanzielle Beiträge in Form einer bei Beitritt zu entrichtenden Einmalzahlung (Nutzungsentgelt) und eines jährlichen Wartungsbeitrages.
Die KOSIS-Gemeinschaft DUVA ist eine Anwendergemeinschaft öffentlicher Institutíonen wie Kommunen, Kreisen, Landes- / Bundesbehörden und Hochschulen. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, für den Einsatz bei ihren Mitglieder ein kostengünstiges und an den Abläufen und Erfordernissen des Arbeitsalltags orientiertes metadatenbasiertes Informationsmanagementsystem bereitzustellen und laufend weiterzuentwickeln. Dabei werden keine kommerziellen Ziele verfolgt.
Zu diesem Zweck ist die KOSIS-Gemeinschaft DUVA als Nichteingetragener Nichtwirtschaftlicher Verein organisiert. Wie bei Vereinen üblich, sind die formalen Grundlagen des Vereins in einem Statut (Rahmenvertrag) festgeschrieben. Dies betrifft
- die Ziele der Gemeinschaft und den Beitritt zur Gemeinschaft,
- die Organe der Gemeinschaft und ihre Aufgaben,
- die Rechte an den von der Gemeinschaft entwickelten Softwareanwendungen,
- die zu leistenden finanziellen Beiträge und ihre Verwendung,
- Verfahrensfragen der Softwareentwicklung einschließlich des Umgangs mit Softwarefehlern,
- Änderungen des Rahmenvertrages und Regeln für den Austritt aus der Gemeinschaft,
- Erfüllungs- und Gerichtsort.
Die Mitgliedschaft in der KOSIS-Gemeinschaft DUVA wird über den Beitritt zu diesem Rahmenvertrag erklärt. Der Austritt aus der Gemeinschaft ist mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten jeweils zum Ende eines Kalenderjahres möglich.
Rahmenvertrag zum DownloadDie KOSIS-Gemeinschaft DUVA, weitere KOSIS-Gemeinschaften und der übergeordnete KOSIS-Verbund durchlaufen aktuell eine Prüfung im Hinblick auf ihre Steuerpflicht sowie hinsichtlich ihrer individuellen und verbandlichen Rechtsform. Es ist davon auszugehen, dass dies mittelfristig zu einer Änderung der Rechtsform der Gemeinschaft z. B. zu einem eingetragenen Verein führen wird; analog dazu würde sich auch die verbandliche Rechtsform des KOSIS-Verbundes anpassen. Entsprechend notwendige Änderungen des Rahmenvertrages der KOSIS-Gemeinschaft DUVA wären Gegenstand der Beratungen der DUVA-Mitgliederversammlung und eines mit entsprechender Mehrheit zu fassenden Beschlusses der Mitglieder der Gemeinschaft.
Die KOSIS-Gemeinschaft DUVA bestreitet ihre Ausgaben im Wesentlichen aus Beiträgen ihrer Mitglieder.
Fällig wird bei einem Neubeitritt ein einmaliges sogenanntes Nutzungsentgelt, dessen Höhe sich nach der Größe der beitretenden Institution und der Nutzungsart des DUVA-Systems richtet. Dabei wird bei Kommunen und Kreisen die Einwohnerzahl als Bezugsgröße herangezogen. Landes- und Bundesinstitutionen sowie andere Institutionen wie Hochschulen werden entlang ihrer Mitarbeitendenzahl eingruppiert. Hinsichtlich der Nutzungsart wird zwischen einer Einzelplatz- und einer Mehrplatzlizenz unterschieden. Die technische Umsetzung dieser Unterscheidung bezieht sich ausschließlich auf die Anzahl der User, die im Rahmen einer Installation des DUVA-Systems gleichzeitig auf die Anwendung Nachweissystem zugreifen können; davon unbenommen ist der gleichzeitige Zugriff einer unbegrenzten Userzahl zum Beispiel auf eine mit DUVA realisierte Datenerfassung, auf die Datenauswertung mit dem Auswertungsassistenten oder ein mit DUVA realisiertes Informationsportal. Bei Kommunen und Kreisen wird ab einer Einwohnerzahl von 200.000 Personen keine Einzelplatzlizenz mehr angeboten.
Der Beitritt zur KOSIS-Gemeinschaft DUVA bezieht sich auf die Nutzung des gesamten DUVA-Systems; Teillizenzen zur Nutzung einzelner oder eines Teils der Anwendungen des DUVA-Systems werden nicht angeboten.
Für DUVA-Neueinsteiger gilt ein Anspruch auf einen kostenfreien Supporttag, der in der Regel zur Erstinstallation des DUVA-Systems genutzt wird.
Mit Stand ab Juli 2025 ergibt sich folgende Übersicht über das bei einem Neubeitritt zu entrichtende Nutzungsentgelt:
Nutzungsentgelt für Kommunen*
| Amtliche Einwohnerzahl** | Einzelplatzlizenz | Mehrplatzlizenz |
|---|---|---|
| 50.000 | 4.330 | 8.670 |
| 100.000 | 8.670 | 17.340 |
| 200.000 | 13.000 | 26.010 |
| 500.000 | – | 34.680 |
| 1.000.000 | – | 43.350 |
| ab 1.000.000 | – | 52.020 |
Nutzungsentgelt für sonstige öffentliche Einrichtungen*
| Zahl der Mitarbeiter:innen** | Einzelplatzlizenz | Mehrplatzlizenz |
|---|---|---|
| 5 | 4.330 | 8.670 |
| 25 | 8.670 | 17.340 |
| 50 | 13.000 | 26.010 |
| 200 | 17.340 | 34.680 |
| 500 | 21.670 | 43.350 |
| 1.000 | 26.010 | 52.020 |
| ab 1.000 | 30.340 | 60.690 |
Die Höhe der Nutzungsentgelte unterliegt Anpassungen, über die die DUVA-Mitgliederversammlung beschließt. 20 Prozent des im jeweiligen Rechnungsjahr für eine Institution gleicher Größe bei einem Neubeitritt zu zahlenden Nutzungsentgeltes werden einem Mitglied der Gemeinschaft ab dem Jahr nach seinem eigenen Beitritt als jährlicher sogenannter Wartungsbeitrag berechnet. An Zahlung des Wartungsbeitrages gebunden ist die Teilhabe an allen Neu- und Weiterentwicklungen, die die KOSIS-Gemeinschaft DUVA realisiert sowie die Teilhabe an allen sonstigen Rechten eines Gemeinschaftsmitgliedes.
Nutzungsentgelte und Wartungsbeiträge der KOSIS-Gemeinschaft DUVA unterliegen der Umsatzsteuerpflicht. Die hier aufgeführten Kosten werden inklusive eines USt-Anteils als Bruttowerte angegeben. Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung wird bei Rechnungsstellung ein entsprechender Anteil des oben genannten Betrages als Umsatzsteuer ausgewiesen.
Kostenpflichtiger Support
Soll kostenpflichtiger DUVA-Support zum Beispiel im Rahmen von Installationen in Anspruch genommen werden, gilt ein Richtwert von 750 Euro pro Personentag. Freiberuflich tätige Personen können von diesem Richtwert abweichen.
Bei Interesse an kostenpflichtigem DUVA-Support bitten wir um direkte Kontaktaufnahme; die DUVA-Geschäftsstelle unterstützt Sie gerne unter Anderem durch die Weitergabe entsprechender Kontaktdaten. Beauftragung und Abrechnung erfolgen bilateral zwischen der inanspruchnehmenden Institution und den supportleistenden Personen.
Bei der Vergütung ist im Hinblick auf das Thema Umsatzsteuer die individuelle steuerliche Einstufung der supportleistenden Person ausschlaggebend. Wir bitten darum, dies im Rahmen einer Beauftragung entsprechend zu berücksichtigen.
Aktuelles
Die KOSIS-Gemeinschaft DUVA bietet ihren Mitgliedern zusammen mit anderen Gemeinschaften des KOSIS-Verbundes oder in Eigenregie Veranstaltungen in Form von Anwender:innentagungen, Schulungen oder Workshops an. Wichtige Informationen aus und zu unserer Gemeinschaft teilen wir mit unseren Anwender:innen sowie interessierten Kolleg:innen.
Die diesjährige Zusammenkunft der KOSIS-Gemeinschaften fand vom 25. bis 27. Juni in Düsseldorf statt. Der Landeshauptstadt Düsseldorf und den vor Ort tätigen Kollegen:innen gebührt großer Dank für die vorbildliche Vorbereitung und Durchführung dieser Tagung, die mit rund 180 Personen mehr Kolleg:innen als jemals zuvor zu einer KOSIS-Tagung versammelt hat. DUVA war mit zwei Onlineworkshops, fünf in Präsenz abgehaltenen Workshops sowie mit der DUVA-Mitgliederversammlung 2025 am Tagungsprogramm beteiligt. Das inhaltliche Spektrum der DUVA-Veranstaltungen reichte vom Einsatz des Auswertungsassistenten, des CKM-Geheimhaltungsverfahrens und des DUVA-Informationsportals über die Einführung von DUVA5 und den Austausch von Dateibeschreibungen und Erschließungskonzepten bis zum Thema DUVA-Schnittstellen. Mit einem besonderen Augenmerk auf Neueinsteiger:innen und Interessenten wurden erneut die Veranstaltungen DUVA für Starter und Durchstarter und DUVA stellt sich vor angeboten. Daneben boten die Programmplanung und die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten vielfältige Gelegenheiten zum Austausch mit den anwesenden Kolleg:innen.
Wichtigster Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung 2025 waren die Neuwahlen der Lenkungsgruppe sowie die Neubesetzung der weiteren Wahlämter. Als stimmberechtigte Mitglieder der DUVA-Lenkungsgruppe wurden für die Wahlperiode 2025-2027 gewählt: Daniel Beckemeier (Stadt Pforzheim), Claude Gils (Stadt Freiburg), Robin Hüskes (Stadt Wolfsburg), Jörg Jülkenbeck (Stadt Oberhausen), Hanno Mogs LHS Düsseldorf), Holger Pietschmann (STALA Sachsen, Kamenz) und Annekatrin Bundrock (LHS Potsdam). Die Aufgaben der Betreuenden Stelle sowie der Kassenführenden Stelle wurden der Stadt Freiburg übertragen. Als Kassenprüferinnen gewählt wurden Angela Ebermann (STALA Sachsen, Kamenz) und Isabelle Metzger (Stadt Heilbronn). Aus der LG verabschiedet wurden Jürgen Lenz (Kreis Mettmann) und Erik Feßler (Stadt Göttingen). Herzlichen Dank an alle, die im Rahmen unserer Gemeinschaft Verantwortung übernehmen oder übernommen haben!
2026 wird die KOSIS-Gemeinschaftstagung im Zeitraum 24. bis 26. Juni auf Einladung der Stadt Mannheim im Technischen Rathaus der Quadratestadt stattfinden.
Zum Bedauern der DUVA-Lenkungsgruppe mussten die beim Kreis Mettmann verorteten Angebote DUVA-Helpline und DUVA-Mitgliederserver im Januar 2025 offiziell beendet werden. Die Aufgaben der DUVA-Helpline werden interimsmäßig von Mitgliedern der DUVA-Lenkungsgruppe übernommen; die Mailadresse support@duva.de wird entsprechend umgeleitet. Die Möglichkeiten einer neuen örtlichen Verankerung der Helpline werden im Rahmen des Gesamtkonzeptes DUVA-Support geprüft. Ebenfalls geprüft wird, ob die Nutzung eines beim Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein beheimateten Mitgliederservers in einem neuen organisatorischen Rahmen realisiert werden kann.
Wir verabschieden uns von Hans Brodesser
Hans Brodesser leistet seit 2012 DUVA-Support insbesondere bei Erstinstallationen von DUVA-Systemen sowie im Rahmen der DUVA-Helpline. Über die Jahre ist er damit zu einem der ersten Gesichter geworden, dass neue Kolleg:innen mit DUVA verbinden. Vor dieser Supporttätigkeit für unsere Gemeinschaft war Hans Bodessser langjähriger Mitarbeiter der Stadt Celle und unter Anderem mit dem Thema Volkszählung befasst; die dabei gewonnenen Erfahrungen mit der Installation und dem Einsatz des DUVA-Systems wurden nach dem altersbedingten Ausscheiden von Hans Brodesser aus den Diensten der Stadt Celle direkt in den DUVA-Support überführt. Neben dem notwendigen technischen Verständnis konnte die Gemeinschaft der Anwenderinnen und Anwender somit auch davon profitieren, dass Hans Brodesser die Perspektive der Sachbearbeitung mit DUVA bekannt und er somit auch bei vielen praktischen Fragen sprachfähig war.
In Kürze steht der Umstieg auf das neue Nachweissystem NWS5 an; die Umstellung auf weitere neue DUVA-Anwendungen wird folgen. Damit kann der Installationssupport für das System DUVA4 zurückgefahren werden; das nachfolgende System DUVA5 beruht auf neuen technischen Grundlagen, die im Hinblick auf den Support einer entsprechenden Einarbeitung bedürfen. Gemeinsam mit Hans Brodesser wurde deshalb entschieden, dass er aus Anlass dieser Zäsuren aus dem DUVA-Support ausscheidet. Die DUVA-Gemeinschaft bedankt sich herzlich für die vielen Jahre, in denen Hans Brodesser eine verlässliche Stütze des DUVA-Supports war. Offiziell verabschieden werden wir uns von Hans Brodesser im Rahmen der KOSIS-Tagung 2026.
In Memoriam Jürgen Maser
Am 19. Juni 2025 ist unser ehemaliger Kollege Jürgen Maser verstorben. Über seine langjährige Tätigkeit bei der Stadt Pforzheim hinaus gehörte Jürgen Maser zur Gründergeneration von DUVA und des KOSIS-Verbundes. In den 1990er Jahren verkörperte er als Mitglied der DUVA-Lenkungsgruppe den heute selten gewordenen Mix aus Kommunalstatistik und Programmiertätigkeit – mehrere der damals in schneller Abfolge erstellten ersten DUVA-Anwendungen sind in seiner Werkstatt entstanden. Wer Jürgen „Motz“ Maser kennenlernen durfte, erinnert sich an einen engagierten und im positiven Sinn streitbaren Kollegen, der DUVA im Verbund mit Gleichgesinnten vorangetrieben und als Gemeinschaftsprojekt etabliert hat. Nach seinem Ausscheiden aus der DUVA-Lenkungsgruppe trat Jürgen Maser im Rahmen von DUVA und KOSIS nur noch sporadisch in Erscheinung; unterhalb des KOSIS-Radars blieb er jedoch weiterhin ein aktiver Teil des Netzwerkes der Baden-Württembergischen Kommunalstatistik. Seine private Leidenschaft galt der Ausbildung von Such- und Rettungshunden für den Katastropheneinsatz, die er mit großem Engagement betrieb. Der Stadt Wien, die er über seine von dort stammende Ehefrau intensiv kennengelernt hat, war Jürgen Maser ebenfalls sehr verbunden. Abendfüllende Gespräche zu beiden Themen sind fester Bestandteil der Erinnerungen, die ältere Kolleg:innen aus den frühen Jahren unserer Gemeinschaft bewahren.
Wenn für DUVA zuständige Kolleg:innen in den Ruhestand gehen oder die Stelle wechseln, bleiben vorhandene DUVA-Systems oftmals verwaist zurück; entsprechend schwer kann sich für nachfolgende Kolleg:innen die Einarbeitung gestalten. Ändern sich Zuständigkeiten auf höheren Ebenen kann die Notwendigkeit entstehen, den weiteren Einsatz des DUVA-Systems neu zu begründen und in DUVA einzuführen. Um in solchen und ähnlichen Situationen zu unterstützen, bietet die DUVA-Lenkungsgruppe online durchgeführte Präsentationen an, in deren Rahmen das DUVA-System und seine Grundlagen sowie die organisatorischen und formalen Aspekte einer DUVA-Mitgliedschaft erläutert werden. Die Onlineveranstaltung ist für eine Dauer von 90 – 120 Minuten konzipiert und umfasst standardmäßig folgende Punkte: Kurzvorstellung des DUVA-Projektes / Grundprinzipien & Aufbau des DUVA-Systems / Vorstellung des aktuellen DUVA-Systems (Livepräsentation) / Ausblick auf die Neuentwicklung / Formale Aspekte einer Mitgliedschaft. Zusätzlich lassen wir Raum für Rückfragen, zur Diskussion offener Punkte oder zur Vertiefung einzelner Inhalte. Individuelle Anpassungen sind je nach Interessenlage möglich.
Wenn wir Sie durch eine solche Veranstaltung unterstützen können, wenden Sie sich bitte an die DUVA-Geschäftsstelle (0761/201-5764 oder duva@freiburg.de)